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Veröffentlicht 08.09.2022


Schwimmender Boden: Warum er so beliebt ist

Veröffentlicht 08.09.2022

Kurz gesagt: Ein schwimmender Boden wird nicht mit dem Untergrund verklebt. Er liegt lose auf dem Estrich oder dem alten Belag und wird nur über Klick- oder Nut-und-Feder-Verbindungen zusammengehalten. Das spart Kleber und Zeit, der Boden lässt sich später wieder ausbauen, und er braucht eine passende Trittschalldämmung, die bei vielen Klick-Vinylböden schon unter der Diele sitzt.

Essplatz mit Holztisch und schwarzen Stühlen auf hellem Boden in Eichenoptik
Ein heller Boden in Eichenoptik im Essbereich.

Früher wurden Böden häufig vollflächig auf den Untergrund geklebt. Heute wird im Wohnbereich oft schwimmend verlegt. Hier sind vier Gründe dafür.

Vier Gründe für einen schwimmenden Boden

Grund 1: kein Kleber unter dem Boden

Ein schwimmender Boden kommt ganz ohne Kleber aus. Für viele ist das die naheliegende Wahl, wenn ihnen die Raumluft wichtig ist.

Gut zu wissen: Auch in vielen schwimmend verlegten Böden mit Holzfaserträger (HDF), etwa Laminat, stecken Bindemittel. Sie können Formaldehyd abgeben, das in der EU als krebserzeugend eingestuft ist. Seit dem 6. August 2026 gilt dafür ein EU-weiter Grenzwert (Verordnung (EU) 2023/1464). Unsere Vinylböden sind laut Produktseiten phthalatfrei und haben die Emissionsklassen M1 und A+. Mehr dazu lesen Sie im Artikel Geruch von Vinylboden.

Grund 2: Der Boden darf arbeiten

Bodenmaterialien dehnen sich mit Temperatur und Luftfeuchte aus und ziehen sich wieder zusammen. Ein schwimmender Boden kann sich dabei frei bewegen, ein verklebter nicht.

Besonders holzbasierte Böden mit HDF-Träger, etwa Laminat, Hybridböden und viele Vinylkorkböden, arbeiten deutlich: Im Sommer bei höherer Luftfeuchte dehnen sie sich aus, im trockenen Winter ziehen sie sich zusammen. Deshalb dürfen sie nur bis zu einer vom Hersteller festgelegten Länge ohne zusätzliche Dehnungsfuge verlegt werden. Ist der Raum größer, teilen Dehnungsfugen oder ein Übergangsprofil den Boden.

In großen Räumen kann ein Rigid Klick-Vinyl mit mineralischem Kern eine Alternative sein, weil der Kern deutlich weniger arbeitet als HDF. Für unsere Acoustic-Dielen nennt die Verlegeanleitung von Arbiton (Woodric Click Acoustic, Stand 08.2023) bis zu 200 m² Fläche oder 20 m Länge ohne zusätzliche Dehnungsfuge. Zu Wänden und festen Bauteilen bleiben laut unserer Verlegeanleitung mindestens 5 mm frei. Maßgeblich ist immer die Anleitung des jeweiligen Bodens.

Grund 3: schneller und einfacher verlegt

Das Verkleben ist ein zusätzlicher Arbeitsgang und kostet Material. Ein schwimmender Klickboden ist schneller verlegt, für Heimwerker wie für Profis. Viele aktuelle Vinylböden haben auch an der Stirnseite eine Klickverbindung, die die Dielen sicher zusammenhält. Ein weiterer Vorteil: Ein schwimmender Boden lässt sich später wieder ausbauen.

Grund 4: eine gleichmäßige Oberfläche

Dünne Vinyldielen ohne Klickverbindung werden vollflächig auf den Untergrund geklebt. Dabei müssen Kopf- und Längskanten genau auf gleicher Höhe liegen. Steht eine Ecke auch nur einen Millimeter über, spürt man das barfuß, und in stark genutzten Räumen kann eine solche Kante früher verschleißen. Klebevinyl braucht deshalb einen sehr ebenen Untergrund: Für unsere Dryback-Dielen nennt die Produktseite höchstens 2 mm Abweichung auf 1 m.

Verklebte Böden haben trotzdem ihren Platz: auf sehr großen Flächen, in stark genutzten Räumen oder dort, wo keine Übergangsprofile gewünscht sind. Für Wohnzimmer und offene Wohnbereiche wählen viele dagegen einen schwimmend verlegten Klick-Vinylboden mit mineralischem Kern.

Erkki-Jussi Aho, Bodenmeister bei Nordic Floors

Unser Bodenmeister Erkki-Jussi Aho rät bei Klick-Vinyl und Laminat davon ab, sie am Untergrund zu verkleben, erwähnt aber, dass das Verkleben einiger Böden, insbesondere an den Verbindungen, eine gute Idee sein kann. „Das Verkleben von Parkettböden an den Verbindungen mit Holzleim ist eine vernünftige und sichere Methode, um einen Parkettboden zu verlegen. Es reduziert auch das Knarren des Parkettbodens“, sagt Erkki-Jussi.

Ein schwimmender Boden braucht eine Trittschalldämmung

Unter einem schwimmend verlegten Boden liegt eine Trittschalldämmung. Bei vielen unserer Klick-Vinylböden ist sie bereits integriert; welche Modelle das sind, steht auf der Produktseite. Dann entfällt die separate Unterlage, und die Verlegung geht schneller. Dielen ohne integrierte Dämmung, etwa einige Fischgrät- und Chevron-Modelle, brauchen eine dünne, feste Trittschalldämmung für Klick-Vinyl.

Klick-Vinyl ist auch leicht sauber zu halten. Wie Sie es richtig reinigen, lesen Sie im Beitrag Vinylboden reinigen und pflegen.

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