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Veröffentlicht 26.06.2023


Untergrund für Vinylboden: Anforderungen

Veröffentlicht 26.06.2023

Nahaufnahme von Dielen in Eichenoptik mit Fase an den Längskanten
Dielen in Eichenoptik mit sichtbarer Fase an den Kanten.

Kurz gesagt: Der Untergrund für Vinylboden muss sauber, starr, fest, eben und ausreichend trocken sein. Nach unserer Verlegeanleitung darf er höchstens 2 mm auf 2 m und 1 mm auf 20 cm abweichen. Feste Fliesen, verklebtes Parkett und Estrich sind geeignet. Weiche Beläge wie Teppich, Kork oder alte weiche PVC-Böden sowie schwimmend verlegtes Laminat oder Parkett nehmen Sie vorher heraus. Auf Estrich und Beton gehört eine 0,2 mm PE-Folie als Dampfbremse unter den Boden.

Was ist der Untergrund?

Der Untergrund (auch Unterboden) ist alles, was direkt unter dem neuen Vinylboden liegt: ein Estrich, eine Betonplatte, eine Holzkonstruktion oder ein alter Bodenbelag. Er trägt den Boden und entscheidet mit darüber, wie lange die Klickverbindungen halten. Unsere Verlegeanleitung sagt es so: Ein Vinylboden kann nur so gut sein wie sein Unterboden.

Welche Anforderungen gelten für den Untergrund?

  • Starr und fest: Der Untergrund darf nicht federn und keine Risse oder Schäden durch Bewegung haben.
  • Eben: höchstens 2 mm Abweichung auf 2 m und 1 mm auf 20 cm (Nordic Floors Verlegeanleitung). Arbiton nennt für seine Böden 2 mm auf 1 m und 1 mm auf 20 cm. Größere Unebenheiten gleichen Sie mit Spachtelmasse aus, Erhöhungen schleifen Sie ab. Wie Sie die Ebenheit messen, Ausgleichsmasse wählen und den Verbrauch berechnen, erklärt Boden ausgleichen vor dem Vinylboden.
  • Trocken: Für Zementestrich nennt Arbiton höchstens 2,0 % Restfeuchte, für Anhydritestrich 0,5 %, mit Fußbodenheizung 1,8 % bzw. 0,3 %. Lassen Sie die Feuchte vor der Verlegung messen und das Ergebnis schriftlich festhalten.
  • Sauber und temperiert: Fegen und saugen Sie den Untergrund. Verlegt wird bei 18 bis 30 °C Raumtemperatur, der Untergrund sollte mindestens 15 °C warm sein.

Maßgeblich ist immer die Verlegeanleitung des jeweiligen Bodens. Sie finden alle Anleitungen unter Verlegeanleitungen für Bodenbeläge.

Beton und Estrich

Estrich und Beton sind die häufigsten Untergründe für Vinylboden. Oft müssen Sie nur kleine Unebenheiten spachteln. Wichtig ist die Feuchte: Ein mineralischer Untergrund gibt noch lange Wasserdampf ab. Deshalb legen Sie auf Estrich und Beton immer eine 0,2 mm PE-Folie als Dampfbremse aus und kleben die Stöße mit Dampfsperrband ab. Mehr dazu in Dampfsperre am Boden unter Vinyl und Parkett. Wie hoch der gesamte Fußbodenaufbau vom Estrich bis zur Sockelleiste wird, zeigt Fußbodenaufbau mit Vinylboden: Schichten.

Bei Böden mit integrierter Trittschalldämmung ist die Folie die einzige Schicht unter den Dielen. Unsere Fischgrät- und Chevron-Dielen von Arbiton ohne integrierte Dämmung brauchen zusätzlich eine freigegebene Trittschalldämmung. Ob ein Boden eine Dämmung hat, steht auf der Produktseite.

Gefaltete gelbe Folienbahn auf weißem Hintergrund
Feuchtigkeitsschutzfolie von Arbiton als gefaltete Bahn.

Fliesen

Feste, ebene Fliesen sind ein guter Untergrund, und Sie sparen sich den Abbruch. Fliesenfugen ab 4 mm Breite oder ab 1 mm Tiefe spachteln Sie vorher, damit sie sich nicht abzeichnen. Lose oder hohl klingende Fliesen befestigen oder entfernen Sie. Mehr dazu in Vinylboden auf Fliesen verlegen.

Parkett, Dielen und Holzplatten

Fest verklebtes Parkett eignet sich als Untergrund. Schwimmend verlegtes Parkett oder Laminat nehmen Sie heraus, denn zwei schwimmende Böden übereinander dürfen Sie nicht verlegen. Auf Holzdielen und Spanplatten verschrauben Sie lose Stellen und gleichen Unebenheiten aus. Auf alten Dielen verlegen Sie die neuen Dielen quer zur alten Dielenrichtung. Details in Kann man Vinylboden auf Parkett verlegen?

PVC, Linoleum und Kork

Unsere Verlegeanleitung verlangt, alte, zu weiche Beläge wie PVC- oder Vinylböden zu entfernen. Arbiton schließt Teppichböden und andere weiche Beläge als Untergrund aus. Kork und weiches Linoleum nehmen Sie deshalb ebenfalls heraus. Bei sehr alten Belägen und schwarzen Klebern lassen Sie vorher eine Probe auf Asbest untersuchen. Mehr in Vinyl auf PVC verlegen.

Checkliste: Wann ist der Untergrund nicht geeignet?

  • Der Untergrund federt oder ist ein weicher Belag wie Teppich, Kork oder weiches PVC.
  • Darunter liegt ein schwimmend verlegter Boden wie Laminat oder schwimmendes Parkett.
  • Die Abweichung ist größer als 2 mm auf 2 m oder 1 mm auf 20 cm.
  • Der Estrich ist feuchter als in der Verlegeanleitung erlaubt, oder die Feuchte wurde nicht gemessen.
  • Der Raum ist ein Bad, eine Dusche, ein Raum mit Bodenablauf, eine Sauna oder ein unbeheizter Raum. Für diese Räume empfehlen wir unsere Klick-Vinylböden nicht. In ein WC ohne Bodenablauf mit ebenem Untergrund können Sie den Boden verlegen, in Räume mit Bodenablauf nicht, denn dort hat der Boden Gefälle zum Ablauf.

Wenn der Untergrund passt, geht es mit der Verlegung weiter: Klick-Vinyl verlegen: Schritt für Schritt.

Quellen

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