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Veröffentlicht 08.09.2022


Vinylparkett und Vinyl-Laminat - Was sind das für Böden?

Veröffentlicht 08.09.2022

Kurz gesagt: Vinylparkett und Vinyl-Laminat sind keine eigenen Bodenarten. Meist ist ein Klick-Vinylboden in Holzoptik gemeint. Ein Boden ist Vinyl, Laminat oder Parkett; entscheidend ist, woraus Nutzschicht und Trägerplatte bestehen. Diese Angaben sollten in den technischen Daten stehen. Fehlen sie, fragen Sie nach.

Heller Vinylboden in Eichenoptik mit weißer Sockelleiste und dunkler Tür
Übergang von hellem Boden zu Sockelleiste und Türrahmen.

Woher die Begriffe kommen

Die Wörter tauchen in Online-Shops, in der Werbung und im Gespräch mit Kunden auf. Oft steckt ein Missverständnis dahinter, manchmal ein ungenauer Marketingbegriff. Für Sie als Käufer zählt: Prüfen Sie im Datenblatt, aus welchen Schichten der Boden besteht.

Vinyl-Laminat: Was ist gemeint?

Laminat und Vinyl unterscheiden sich in der Oberfläche. Bei Laminat bilden mit Melaminharz getränkte Papierschichten die harte Oberfläche, darunter liegt meist eine Holzfaserplatte (HDF). Bei Vinyl liegt über dem Dekor eine transparente Nutzschicht; bei unseren Böden nennen die Produktseiten ihre Stärke, etwa 0,55 mm oder 0,7 mm, bei vielen Modellen aus PUR (Polyurethan). Ein Boden hat nicht beide Oberflächen zugleich. Ein „Vinyl-Laminat“ ist deshalb in der Regel entweder ein Vinylboden oder ein Laminat.

Wie sich die beiden im Alltag unterscheiden, lesen Sie im Ratgeber Laminat oder Vinyl? Der Unterschied erklärt.

Vinylparkett: Vinyl, Holz oder beides?

Mit Vinylparkett meinen die meisten einen Klick-Vinylboden in Holzoptik. Die Dielen werden schwimmend verlegt und mit Klickverbindungen zusammengefügt, so wie viele Parkettböden. Sie sehen aus wie Holz, enthalten in der Nutzschicht aber kein Holz. Treffender sind die Begriffe Vinylboden, Klick-Vinyl oder Vinylplanken.

Unter der Nutzschicht kann der Kern aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Ältere Vinylböden haben teils eine HDF-Trägerplatte aus Holzfasern, manche eine Korkschicht. Neuere Böden haben einen starren Kern aus Stein-Kunststoff-Verbund (SPC) oder einen Mineralkern. Die Unterschiede erklärt der Beitrag SPC, LVT, HDF: Materialien für Vinylplanken. Unsere Rigid Klick-Vinylböden haben laut Produktseiten einen SPC-Träger oder einen HD Mineral Core.

Parkett, Furnierboden und Hybridboden

Wer einen holzähnlichen Boden sucht, trifft auch auf Böden mit echter Holzoberfläche, die kein klassisches Parkett sind. Furnierböden haben oft nur eine dünne Holzschicht auf einer HDF-Platte und ähneln im Aufbau dem Laminat. Bei Parkett ist die Nutzschicht aus Holz meist dicker und lässt sich je nach Stärke abschleifen. Achten Sie bei solchen Böden deshalb auf die Stärke der Holzschicht. Die Bezeichnungen sind nicht einheitlich, auch wegen Übersetzungen: Im Englischen meint „hardwood flooring“ meist Massivholz, „engineered hardwood“ einen mehrschichtigen Boden mit Holznutzschicht.

Wie sich Parkett und Vinyl im Alltag unterscheiden, lesen Sie im Vergleich Parkett oder Vinyl? Bodenbeläge im Vergleich. Hybridböden werden damit beworben, die Holzoptik von Laminat mit Eigenschaften von Vinyl zu verbinden. Was dahinter steckt, erklärt Hybridboden: Schwächen im Vergleich zu Vinyl.

Ville Kallio von Nordic Floors hält zwei Bodendielen auf einer Messe

Ville Kallio von Nordic Floors. Wir erklären gern, wie ein Boden aufgebaut ist und worauf Sie bei der Verschleißfestigkeit achten sollten.

So ordnen Sie einen Boden richtig ein

  • Nutzschicht: Material und Stärke, bei Vinyl zum Beispiel 0,55 mm oder 0,7 mm.
  • Trägerplatte: SPC, Mineralkern, HDF oder Kork.
  • Nutzungsklasse: nach EN ISO 10874, zum Beispiel 33 oder 34.
  • Verlegung: Klick und schwimmend oder vollflächig verklebt.

Fehlen diese Angaben, fragen Sie den Verkäufer, bevor Sie bestellen. Bei uns stehen sie in den technischen Daten jeder Produktseite. Den Farbton prüfen Sie am besten mit Vinylboden-Mustern: Vier Muster sind kostenlos, Sie zahlen nur 5,90 € Versand, jedes weitere kostet 4,90 €.

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