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Veröffentlicht 14.10.2026


Trittschalldämmung: Dicke und Material

Veröffentlicht 14.10.2026

Kurz gesagt: Die richtige Dicke einer Trittschalldämmung hängt vom Bodenbelag ab, nicht davon, wie viel Dämmung möglich ist. Für Laminat und Parkett sind dickere, weichere Unterlagen verbreitet. Für Klick-Vinyl gilt das Gegenteil: Die Dielen sind dünn und brauchen eine feste Auflage. Unsere Rigid-Klick-Böden haben meist schon eine 1,0 bis 1,3 mm starke Dämmung an der Diele, dann kommt keine zweite Unterlage darunter. Für die beiden Fischgrät- und Chevron-Böden ohne integrierte Dämmung verlangt Arbiton eine freigegebene, druckfeste Vinyl-Unterlage; unsere sind 1,1 und 1,3 mm stark. Eine weiche 5 oder 10 mm dicke Dämmung ist unter Klick-Vinyl die falsche Wahl. Ob Sie überhaupt eine Unterlage brauchen, klärt unser Ratgeber Trittschalldämmung für Klick-Vinyl. Hier geht es um Dicke und Material.

Schnittkante der Trittschalldämmung Arbiton M-Base Vinyl Click
Dünn und druckfest: die Vinyl-Unterlage M-Base Vinyl Click ist 1,3 mm stark. Bild: Hersteller.

Aktualisiert am 14.10.2026 von Nordic Floors, Lapua

Trittschalldämmung: welche Dicke für welchen Boden?

Die Übersicht zeigt, welche Stärken und Materialien Ihnen im Handel begegnen und wie sie zu Klick-Vinyl und Klebevinyl passen. Die Angaben zu unseren Böden stammen von den Produktseiten und den Verlegeanleitungen der Hersteller, die unten unter Quellen verlinkt sind.

Dicke und MaterialEignung für Klick-VinylEignung für Klebevinyl
1,0 bis 1,3 mm, integriert an der Dieleja, bei unseren Acoustic-, Home-, Classic- und den meisten Fischgrät-Böden schon vorhanden; keine zweite Unterlageentfällt
1,1 bis 1,3 mm, druckfeste Vinyl-Unterlage (Polyurethan mit Mineralfüllung)ja, für Böden ohne integrierte Dämmung, wenn der Bodenhersteller sie freigibtnein, Klebevinyl wird direkt auf den Untergrund geklebt
2 bis 3 mm, PE-Schaum oder Laminatunterlagenur, wenn die Verlegeanleitung des Bodens sie ausdrücklich freigibtnein
5 mm, XPS-Platten, Holzfaser oder PEfür unsere Böden nicht vorgesehen; einzige Ausnahme ist ein Systemaufbau mit Heizfolie (siehe unten)nein
10 mm und mehr, Mineralwolle, EPS (Styropor), Holzfasernein, das sind Dämmplatten für den Aufbau unter dem Estrichnein
Korknur mit Freigabe des Bodenherstellersnein

Bei Klebevinyl wie Ohra Dryback brauchen Sie laut Produktseite weder Trittschalldämmung noch Folie, weil die Diele vollflächig verklebt wird. Für alle Klick-Böden gilt: Maßgeblich ist immer die Verlegeanleitung des Bodens, nicht die Stärke auf der Rolle.

Trittschalldämmung für Vinyl: warum 5 mm zu dick sind

Eine Rigid-Diele ist nur wenige Millimeter stark, und ihre Klickverbindung trägt die Last beim Gehen. Liegt darunter eine weiche, dicke Schicht, gibt die Diele unter Last nach, und die Verbindung wird bei jedem Schritt gebogen. Deshalb setzen die Hersteller auf eine feste Auflage statt auf Masse:

  • Arbiton schreibt für Amaron Herringbone und Amaron Chevron vor, die Dielen nicht auf Teppichböden oder andere weiche Beläge zu legen, und verlangt eine für Rigid- und LVT-Böden geeignete Unterlage der genannten Marken. Ohne geeignete Unterlage erlischt laut Arbiton die Garantie.
  • Unsere eigenen Fischgrät- und Chevron-Anleitungen verlangen einen starren Unterboden und sagen ausdrücklich, dass alte, zu weiche Beläge und schwimmende Böden wie Laminat vorher entfernt werden.
  • Auf den Produktseiten unserer Böden mit integrierter Dämmung steht, dass Sie keine zusätzliche Unterlage brauchen. Eine zweite weiche Unterlage nennen wir dort einen typischen Verlegefehler.

Für die Acoustic-Dielen sehen die Arbiton-Anleitungen (Woodric Click Acoustic und Amaron Wood Acoustic) keine zusätzliche Unterlage vor; sie nennen nur die Anforderungen an den Untergrund. Die Dämmung ist laut Datenblatt Teil der Diele: Bei Dallas Oak Acoustic sind es 4,0 mm Trägerplatte plus 1,3 mm integrierte Akustikunterlage, zusammen 5,3 mm, mit einer Trittschallverbesserung von 21 dB. Die 6,3 mm starken Dielen wie Menor Oak Acoustic haben laut Produktseite ebenfalls 1,3 mm Aculay und 20 dB. Bei Ohra Home, Mummola Classic und Fischgrät Ohra ist es eine 1,0 mm IXPE-Schaumschicht mit 19 dB. Alle Modelle finden Sie unter Klick-Vinyl mit integrierter Trittschalldämmung.

Wann 5 mm vorgesehen sind: Heizfolie unter Fischgrät

Die Suche nach einer 5 mm starken Trittschalldämmung für Vinyl hat einen realen Hintergrund. In der Arbiton-Anleitung für Amaron Herringbone, die für unser Harlow Oak Fischgrät gilt, ist die Verlegung auf einer Heizfolie erlaubt. Dann besteht der ganze Aufbau aus Dampfbremsfolie auf dem Untergrund, einer Unterlage mit mindestens 400 kPa Druckfestigkeit (empfohlen 5 mm), der Heizfolie, einer Dampfsperrfolie und dem Boden. Das ist ein Systemaufbau für diesen einen Fall, keine allgemeine Empfehlung. Die Anleitungen für Amaron Chevron und die Acoustic-Dielen erwähnen keine Heizfolie. Bei einer im Estrich eingebauten Fußbodenheizung bleibt es bei der dünnen Unterlage, mehr in Vinylboden und Fußbodenheizung.

Trittschalldämmung 10 mm und dicker: Dämmung unter dem Estrich

Wer nach 10 oder 20 mm Trittschalldämmung, Mineralwolle oder Styropor sucht, meint meist den Aufbau einer Geschossdecke. Dort liegen Dämmplatten aus Mineralwolle oder expandiertem Polystyrol (EPS, umgangssprachlich Styropor) unter einem schwimmenden Estrich. Sie sind Teil des Gebäudes und sorgen für den Trittschallschutz zwischen Wohnungen, dessen Mindestanforderungen DIN 4109-1 regelt. Unter den fertigen Bodenbelag gehören sie nicht.

Für Vinyl auf einer Fußbodenheizung mit Systemplatten gilt dasselbe Prinzip: Unsere Fischgrät- und Chevron-Anleitungen verbieten, Vinyl direkt auf wassergeführte Heizungsplatten zu legen, zum Beispiel XPS- oder Polystyrolplatten mit Aluminium. Darunter muss eine starre Bauplatte mit mindestens 6 mm Stärke. Dicke Dämmplatten gehören also unter die tragende Schicht, nie direkt unter die Diele. Welche Anforderungen der Untergrund erfüllen muss, steht in Untergrund für Vinylboden: Anforderungen.

Trittschalldämmung Material: PE, XPS, Holzfaser, Kork, Mineral

Die Materialien unterscheiden sich vor allem darin, wie fest sie sind und wie dick sie sein müssen, um zu wirken. Für Klick-Vinyl ist die Festigkeit entscheidend, für Laminat und Parkett eher der Ausgleich von Unebenheiten.

PE-Schaum

Polyethylen-Schaum ist leicht, günstig und als Rolle erhältlich. Er ist die klassische dünne Unterlage unter Laminat. Unter Klick-Vinyl ist er nur dann richtig, wenn die Verlegeanleitung des Bodens ihn freigibt. Nicht verwechseln mit der IXPE-Schicht, die bei einigen unserer Böden fest mit der Diele verbunden ist: Sie ist Teil des geprüften Bodens.

XPS und Styropor

XPS (extrudiertes Polystyrol) wird meist als Platte oder Faltplatte angeboten und gleicht kleine Unebenheiten aus. EPS, also Styropor, dient vor allem als Dämmung unter dem Estrich. Direkt unter Klick-Vinyl sehen die Anleitungen unserer Böden beides nicht vor.

Holzfaser

Holzfaserplatten sind ein Naturmaterial, das vor allem unter Laminat und Parkett eingesetzt wird, meist als Platte und dicker als eine Vinyl-Unterlage. Für Rigid-Vinyl nennt Arbiton ausdrücklich Unterlagen für Rigid- und LVT-Böden, eine Holzfaserplatte gehört bei unseren Böden nicht darunter.

Kork

Kork ist ein Naturmaterial mit guter Trittschall- und Wärmedämmung. Auch hier entscheidet die Freigabe des Bodenherstellers. Wir führen keine Korkunterlage. Ob sich Vinyl mit Kork lohnt, erklärt Vinylboden mit Kork: wirklich besser?.

Polyurethan mit Mineralfüllung

Aus diesem Material bestehen unsere beiden Vinyl-Unterlagen von Arbiton, jeweils mit PET-Deckschicht. Sie sind nur gut 1 mm stark, aber sehr druckfest. Damit tragen sie die Klickverbindung und lassen viel Wärme einer Fußbodenheizung durch.

Fischgrät-Vinyl wird auf der Unterlage Multiprotec Super Hardlay verlegt
Fischgrät-Dielen ohne integrierte Dämmung auf der Vinyl-Unterlage Multiprotec Super Hardlay. Bild: Hersteller.

Beste Trittschalldämmung für Klick-Vinyl: auf diese Werte kommt es an

Statt der Dicke vergleichen Sie bei Vinyl-Unterlagen die Kennwerte nach EN 16354. Die wichtigsten sind die Druckfestigkeit (CS), der Ausgleich punktueller Unebenheiten (PC), die Trittschallverbesserung (IS) und der Wärmedurchlasswiderstand (R). Was jedes Kürzel bedeutet, erklärt die Tabelle in Trittschalldämmung für Klick-Vinyl. So sehen die Werte unserer beiden Unterlagen laut Arbiton aus:

Kennwert laut ArbitonMultiprotec Super HardlayM-Base Vinyl Click
Dicke1,1 mm1,3 mm
MaterialPU mit Mineralfüllung + PETPU mit Mineralfüllung + PET
Druckfestigkeit CS700 kPa (Klasse CS3)550 kPa (Klasse CS3)
Dynamische Belastung DLüber 3,5 Mio. Zyklen (DL3)über 3 Mio. Zyklen (DL3)
Unebenheitsausgleich PC0,6 mm (PC1)1 mm (PC2)
Trittschallverbesserung IS14 dB17 dB
Wärmedurchlasswiderstand R0,004 m²K/W0,002 m²K/W
Fußbodenheizunggeeignetgeeignet

Die beste Unterlage ist die, die der Hersteller Ihres Bodens freigibt. Für Harlow Oak Fischgrät nennt die Arbiton-Anleitung Multiprotec Super Hardlay ausdrücklich: Mit ihr (oder einer zweiten dort genannten Arbiton-Unterlage) dürfen Sie auf Fliesen mit Fugen bis 5 mm Breite und 1 mm Tiefe verlegen, ohne die Fugen zu verspachteln. Für Harlow Oak Fischgrät und Chevron Menor Oak nennen die Produktseiten 18 dB Trittschallminderung mit M-Base. Liegt der neue Boden auf einem alten schwimmenden Boden wie Laminat, verlangt Arbiton darunter eine Unterlage mit 200 kPa Druckfestigkeit und eine Dampfsperre mit einem sD-Wert über 75 m. Beide Unterlagen finden Sie in der Kategorie Trittschalldämmung.

Eine dicke Unterlage ersetzt übrigens kein Ausgleichen. Die Arbiton-Anleitungen verlangen, Unebenheiten über 1 mm auf 20 cm und über 2 mm auf 1 m vorher auszugleichen. Der PC-Wert der Unterlage gleicht nur einzelne kleine Körner oder Kanten aus, keine Mulden.

Trittschalldämmung: Rolle oder Platten?

Dünne Unterlagen aus Schaum oder Polyurethan kommen als Rolle, unsere beiden mit je 9 m². Platten sind typisch für XPS und Holzfaser, also für dickere, steifere Dämmungen unter Laminat und Parkett. Für Klick-Vinyl ist die Rolle der Normalfall. Die Bahnen legen Sie dicht an dicht ohne Lücken und verbinden sie überlappend oder mit Aluminium-Klebeband, so steht es in der Arbiton-Anleitung. Auf Beton oder Estrich kommt darunter eine Dampfbremse wie die Feuchtigkeitsschutzfolie 0,2 mm, siehe Dampfsperre am Boden unter Vinyl und Parkett. Wie es danach weitergeht, zeigen Klick-Vinyl verlegen und Fischgrät-Vinyl verlegen.

Häufige Fragen zur Dicke der Trittschalldämmung

Ist eine dickere Trittschalldämmung besser?

Nicht unter Klick-Vinyl. Hier zählt die Druckfestigkeit. Eine dicke, weiche Unterlage lässt die Diele unter Last nachgeben und belastet die Klickverbindung.

Welche Trittschalldämmung für Vinyl: 2 mm oder 3 mm?

Bei unseren Böden keine von beiden. Böden mit integrierter Dämmung bekommen keine Unterlage, Böden ohne integrierte Dämmung eine freigegebene Vinyl-Unterlage mit 1,1 oder 1,3 mm.

Kann ich zwei Unterlagen übereinander legen?

Nein. Zwei nachgiebige Schichten federn stärker. Eine Dampfbremsfolie unter der Unterlage ist dagegen auf Estrich und Beton richtig.

Wie dick ist Klick-Vinyl mit integrierter Trittschalldämmung insgesamt?

Laut Produktseiten 5,0 bis 6,3 mm, davon 1,0 mm (Home, Classic, Fischgrät von Nordic Floors) oder 1,3 mm (Acoustic) Dämmschicht.

Brauche ich unter Klebevinyl eine Trittschalldämmung?

Nein. Klebevinyl wird vollflächig auf einen ebenen Untergrund geklebt.

Bevor Sie bestellen, sehen Sie sich den Boden im eigenen Licht an: Vier Vinylboden-Muster sind kostenlos, Sie zahlen nur 5,90 € Versand, jedes weitere kostet 4,90 €. Alle Klick-Böden: Klick-Rigid-Vinylboden.

Quellen

  1. Arbiton: Verlegeanleitung Woodric Click Acoustic, Woodric Click EIR Acoustic (Stand 08.2023, PDF): Untergrund, Ebenheit, Fliesenfugen
  2. Arbiton: Technisches Datenblatt Woodric Acoustic 5,3 mm (07/2024, PDF): 4,0 + 1,3 mm, integrierte Akustikunterlage, ΔLw 21 dB
  3. Arbiton: Verlegeanleitung Amaron Wood Acoustic, Amaron Wood EIR Acoustic (Stand 02.2024, PDF)
  4. Arbiton: Verlegeanleitung Amaron Herringbone, Amaron Herringbone EIR (Stand 03.2024, PDF): freigegebene Unterlage, keine weichen Beläge, 200 kPa, Heizfolie mit 400 kPa und 5 mm
  5. Arbiton: Verlegeanleitung Amaron Chevron (Stand 04.2024, PDF): Unterlage für Rigid- und LVT-Böden, keine weichen Beläge
  6. Arbiton: Produktseite Multiprotec Vinyl Click Super Hardlay (Kennwerte, abgerufen 14.10.2026)
  7. Arbiton: Produktseite M-Base Vinyl Click (Kennwerte, abgerufen 14.10.2026)
  8. Nordic Floors Oy: Fischgräten-Verlegeanleitung, integrierte Trittschalldämmung (Stand 9/2025, PDF): starrer Unterboden, keine Heizungssystemplatten direkt unter Vinyl
  9. Nordic Floors Oy: Chevron-Montageanleitung, integrierte Trittschalldämmung (Stand 4/2025, PDF)
  10. DIN Media: DIN EN 16354, Verlegeunterlagen, Spezifikationen, Anforderungen und Prüfverfahren
  11. DIN Media: DIN 4109-1:2018-01, Schallschutz im Hochbau, Teil 1: Mindestanforderungen
  12. Nordic Floors: Produktseite Dallas Oak Acoustic (5,3 mm, Aculay 1,3 mm, 21 dB), Stand 14.10.2026
  13. Nordic Floors: Produktseite Menor Oak Acoustic (6,3 mm, Aculay 1,3 mm, 20 dB), Stand 14.10.2026
  14. Nordic Floors: Produktseite Ohra Home (IXPE 1,0 mm, 19 dB), Stand 14.10.2026
  15. Nordic Floors: Produktseite Mummola Classic (IXPE 1,0 mm, 19 dB), Stand 14.10.2026
  16. Nordic Floors: Produktseite Fischgrät Ohra (IXPE 1,0 mm, 19 dB), Stand 14.10.2026
  17. Nordic Floors: Produktseite Harlow Oak Fischgrät (ohne integrierte Dämmung, 18 dB mit M-Base), Stand 14.10.2026
  18. Nordic Floors: Produktseite Chevron Menor Oak (ohne integrierte Dämmung, 18 dB mit M-Base), Stand 14.10.2026
  19. Nordic Floors: Produktseite Klebevinyl Ohra Dryback (keine Trittschalldämmung), Stand 14.10.2026
  20. Nordic Floors: Produktseite Multiprotec Super Hardlay, Stand 14.10.2026
  21. Nordic Floors: Produktseite M-Base Vinyl Click, Stand 14.10.2026
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